Wie SCHWARTE JANSKY seine kritischen Logistikprozesse modernisierte
In industriellen Wertschöpfungsketten gibt es stille Helden. Nicht die Maschinen in der Produktion, nicht die glänzenden Endprodukte, sondern die Prozesse dahinter: Wie Rohstoffe zuverlässig von A nach B kommen; wie Daten sauber fließen; wie digitale Systeme funktionieren, wenn alles andere davon abhängt.
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In industriellen Wertschöpfungsketten gibt es stille Helden. Nicht die Maschinen in der Produktion, nicht die glänzenden Endprodukte, sondern die Prozesse dahinter: Wie Rohstoffe zuverlässig von A nach B kommen; wie Daten sauber fließen; wie digitale Systeme funktionieren, wenn alles andere davon abhängt.
Für SCHWARTE JANSKY, einen der weltweit führenden Anbieter von Sammel- und Messsystemen für empfindliche Flüssigkeiten, ist die tägliche Milchlogistik ein solcher kritischer Prozess. Wenn hier etwas ausfällt, gerät die gesamte Lieferkette ins Wanken.
In diesem Umfeld entschied sich das Unternehmen, seine bestehende SaaS-Anwendung für Tourenplanung und Navigation abzulösen und eine eigene, moderne Lösung zu entwickeln. Mit einem ambitionierten Rahmen: nur 16 Wochen bis zum Go-Live, kein Parallelbetrieb, kein Raum für Ausfälle.
Es ist ein exemplarisches Beispiel dafür, wie Digitalisierung in kritischen Branchen funktioniert, wenn sie gut gemacht ist.
Warum diese Modernisierung notwendig war
Die alte Anwendung leistete lange gute Dienste. Doch wie in vielen Industriebereichen wurde sie irgendwann zum Nadelöhr: zu starr, zu limitiert, zu wenig anschlussfähig für moderne Daten- und Prozessarchitekturen.
Für SCHWARTE JANSKY stand fest: Wenn die Milchlogistik der Zukunft effizienter, sicherer und datengetriebener werden soll, braucht es eine Lösung, die drei Dinge kombiniert:
1. präzise Navigation und verlässliche Tourenplanung
2. eine moderne, skalierbare technische Basis
3. volle Kontrolle über Daten und Weiterentwicklung
Gerade in Industrien mit hohen regulatorischen und hygienischen Anforderungen ist das strategisch hochrelevant.
Eine digitale Operation am offenen Herzen
Der vielleicht anspruchsvollste Teil des Projekts war der Rahmen: Nur 16 Wochen Zeit und ein harter Cut vom alten System zum neuen.
Kein Parallelbetrieb bedeutet: Die neue Lösung musste vom ersten Tag an vollständig funktionieren. Jede Unschärfe hätte sich unmittelbar auf den laufenden Betrieb ausgewirkt.
Diese Art von Modernisierung ist eine Operation am offenen Herzen der Organisation. Sie verlangt eine saubere Datenmigration ohne Reibungsverluste und eine klare Benutzerführung, damit Fahrer und Disponenten sofort produktiv arbeiten können. Außerdem erfordert sie präzise technische Zuverlässigkeit im Feld und enge fachliche Zusammenarbeit mit den Experten von SCHWARTE JANSKY.
Hier kam Possehl Digital Services ins Spiel: Als erfahrener Partner kennen wir solche Projekte aus der Praxis der industriellen Digitalisierung.
Vom Konzept zur zuverlässigen Lösung – in 16 Wochen
Um die nötige Geschwindigkeit zu erreichen, wurde das Projekt auf eine klare, moderne Produktarchitektur gesetzt:
1. Gemeinsame technische Basis für Web und Mobil
Web-App für die Tourenplanung, Mobile App für Navigation – aber beide auf der gleichen technologischen Grundlage. Das senkt Komplexität, beschleunigt Weiterentwicklung und erhöht Stabilität.
2. Klare UX durch frühe Prototypen
Ein Klick-Dummy schuf früh eine gemeinsame Sicht auf Struktur und Bedienung. In Logistiksystemen ist dies entscheidend, weil Bedienfehler im Alltag teuer werden.
3. Moderne Technologien für eine robuste Zukunft
Angular und PrimeNG im Web, Ionic Capacitor für Mobile sowie Leaflet und Mapbox für Karten und Navigation. Technologien, die gleichzeitig flexibel, performant und zukunftssicher sind.
4. Sichere Datenmigration
Ein zentrales Element war die Import-Funktion, über die alle Stammdaten zuverlässig in die neue Architektur überführt wurden. Ohne sie wäre der Cutover unmöglich gewesen.
Das Ergebnis war eine moderne, zweigeteilte Anwendung (Web + Mobil), die stabil und intuitiv genug ist, um im täglichen Betrieb sofort produktiv zu sein.
Warum dieses Projekt für industrielle Unternehmen relevant ist
Die MilkMap 2.0 ist ein Blueprint für Branchen, deren Prozesse empfindlich, zeitkritisch und datenintensiv sind.
Drei Erkenntnisse lassen sich auch auf andere Betriebe übertragen:
- Kritische Systeme müssen modernisiert werden, bevor sie zum Risiko werden.
Vor allem, wenn sie als SaaS von Dritten betrieben werden und sich den eigenen Bedürfnissen nicht mehr anpassen. - Ein Ersatz ohne Parallelbetrieb ist möglich, aber nur, wenn die Architektur sauber, die Planung präzise und die Zusammenarbeit vertrauenvoll ist.
Organisation und Technik müssen dabei Hand in Hand arbeiten. - Moderne technische Grundlagen sind strategische Voraussetzung
Gemeinsame Codebases, modulare Frontends, verlässliche Navigationsframeworks… all das bestimmt, wie flexibel Unternehmen in Zukunft reagieren können.
SCHWARTE JANSKY zeigt an diesem Projekt, wie sich ein etabliertes Industrieunternehmen weiterentwickelt, ohne seinen Betrieb zu gefährden. Es ist ein Beispiel dafür, wie Digitalisierung gelingt, wenn sie methodisch angegangen wird.
Possehl Digital Services hat in diesem Projekt die Rolle des Mentors übernommen und entscheidend dazu beigetragen, dass der Übergang gelingt. Ein Modell, das sich auf viele Branchen übertragen lässt.